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Wer den Ochsenweg mit dem Rad fährt, weiß nach ein paar Stunden im Sattel, was wirklich zählt: nicht die nächste Sehenswürdigkeit, sondern ein Stuhl im Schatten und ein Kaffee, der nicht aus dem Automaten kommt.
Zwischen Itzehoe und Hohenwestedt, auf der Westroute des Ochsenwegs, wird genau das schwierig. Die Etappe führt durch schöne Landschaft — Störniederung, Geestlandschaft, Naturpark Aukrug — aber die Einkehrmöglichkeiten sind dünn gesät. Wer Pech hat, findet zwischen zwei Ortsschildern nichts außer Feldwegen und Windrädern.
Unser Hof Café liegt genau in dieser Lücke. Auf einem 400 Jahre alten Hof, zwischen alten Bäumen, mit Garten und niedrigen Decken und dicken Wänden drinnen. Kein Durchgangslokal, sondern ein Ort, der nach Pause klingt.
Der Ochsenweg verbindet Wedel bei Hamburg mit Flensburg an der dänischen Grenze — rund 240 Kilometer, aufgeteilt in eine Ost- und eine Westroute. Die Strecke folgt einem historischen Handelsweg, über den vom 16. bis ins 19. Jahrhundert jährlich Zehntausende Ochsen von Jütland in die Marschen getrieben wurden. Pilger, Kaufleute und Soldaten nutzten denselben Weg.
Heute gehört der Ochsenweg zu den bekanntesten Radfernwegen in Norddeutschland und ist Teil der EuroVelo-Route 3. Die Strecke wird aktuell zur ersten Qualitätsradroute Schleswig-Holsteins ausgebaut. Gekreuzte Hörner aus Eichenholz und Kupfer markieren die Abschnitte, auf denen der Radweg dem historischen Verlauf folgt.
Die Westroute des Ochsenwegs führt ab Uetersen über Elmshorn, Itzehoe und Hohenwestedt bis kurz vor Rendsburg, wo sie wieder auf die Ostroute trifft. Diese Variante ist geprägt von Marschland, Geestlandschaft und dem Naturpark Aukrug — ruhiger, ländlicher und weniger touristisch als der östliche Streckenabschnitt.
Itzehoe ist als fahrradfreundliche Stadt ein guter Startpunkt. Von dort führt der Ochsenweg entlang der Stör, durch die Störniederung und weiter in die Geestlandschaft Richtung Hohenlockstedt und Hohenwestedt. Die Etappe ist rund 30 Kilometer lang, landschaftlich reizvoll und führt unter anderem durch den südlichen Naturpark Aukrug.
Was auf dieser Etappe fehlt: verlässliche Einkehrmöglichkeiten zwischen den Orten. Gasthäuser und Kioske, wie sie die offiziellen Routenbeschreibungen erwähnen, sind nicht an jeder Ecke. Gerade am frühen Nachmittag, wenn der Hunger kommt und die Beine schwer werden, ist ein gutes Café unterwegs Gold wert.
Unser Hof Café ist kein Café im klassischen Sinn — keine Fußgängerzone, keine Speisekarte mit 40 Positionen. Stattdessen: ein alter niederdeutscher Hof, ein Garten unter alten Bäumen und ein Angebot, das bewusst einfach gehalten ist. Frischer Kaffee, etwas Süßes im Glas, eine herzhafte Kleinigkeit. Alles frisch gemacht, nichts von der Stange.
Drinnen sitzt du zwischen dicken Mauern, die seit 400 Jahren stehen. Draußen blickst du ins Grüne und hörst vor allem eins: nichts. Für Radfahrer, die seit dem Morgen unterwegs sind, ist genau das der Punkt. Keine Hintergrundmusik, kein Straßenlärm. Nur die Pause, die du brauchst, bevor es weitergeht.
Wer mit Hund auf dem Ochsenweg unterwegs ist, kennt das Problem: Nicht jedes Café heißt den Vierbeiner willkommen, erst recht nicht drinnen. Bei uns ist das anders. Hunde sind gern gesehen — im Garten gibt es Platz und Wasser, und auch im Haus ist dein Hund kein Störfaktor, sondern Gast.
Das passt zum Ochsenweg, der sich gut für Radtouren mit Hund eignet: flache Strecken, wenig Verkehr, viele Feld- und Waldwege. Und es passt zu unserem Hof, auf dem Hunde nicht nur geduldet, sondern kostenlos willkommen sind.
Das Hof Café ist geöffnet von Mittwoch bis Samstag, 13:00 bis 17:00 Uhr. Das Zeitfenster passt gut für Radfahrer, die am Vormittag in Itzehoe gestartet sind und nach 20 bis 30 Kilometern eine Nachmittagspause brauchen.
Für Tagesausflügler, die einzelne Etappen des Ochsenwegs per Bahn anreisen: Die Startpunkte der Etappen liegen jeweils an einem Bahnhof, auch Itzehoe ist gut per Zug erreichbar. Wer also eine kürzere Runde plant, kann den Hof als Wendepunkt oder Mittagsstopp in die Tour einbauen.
Der Ochsenweg ist kein gewöhnlicher Radweg. Er ist eine Route mit Geschichte — ein Weg, den Menschen seit der Bronzezeit nutzen. Unser Hof trägt seit 400 Jahren eine eigene Geschichte. Wer hier sitzt und seinen Kaffee trinkt, sitzt an einem Platz, an dem Generationen vor ihm gesessen haben. Das ergibt kein Museum, sondern eine Pause mit Substanz.
In Schleswig-Holstein gibt es über 40 Bauernhofcafés und Hofcafés, und viele davon liegen an Radwegen. Was unser Hof Café besonders macht: die Lage an einem der wichtigsten Radfernwege des Landes, die echte Hundefreundlichkeit und ein Gebäude, das so alt ist wie die Route, an der es liegt.
Du planst deine nächste Radtour auf dem Ochsenweg? Dann merk dir unser Hof Café als Zwischenstopp — nicht als Pflichtprogramm, sondern als den Ort, an dem die Pause genauso gut wird wie die Strecke davor.